Pferde & Reiterforum

Hufrehe

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Ankündigung Hufrehe

Beitrag von Anne und Angie am Do 27 Dez 2007 - 18:19

Hi,
Hufrehe entstehen bei zu großer belastung des Pferdes!!!!!!!!!!!!
Bekommt man meistens nicht mehr weg.
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Ankündigung Re: Hufrehe

Beitrag von Anne und Angie am So 30 Dez 2007 - 14:22

Hufrehe
Von Hufrehe spricht man bei einer Entzündung der Huflederhaut, die unterschiedliche Ursachen haben kann. In den meisten Fällen tritt sie an den beiden Vordergliedmaßen auf. Ausgelöst wird Hufrehe durch eine verminderte Durchblutung der Huflederhaut. Die Kapillarwände der Blutgefäße in der Lederhaut sind geschädigt und dadurch tritt Zellwasser aus, welches sich im Bereich der Zehenwand sammelt. Da die Flüssigkeit nicht aus dem geschlossenen Huf abfließen kann, entstehen durch den Druck hochgradige Schmerzen und der Huf gibt Wärme ab. Eine weitere Folge der sich sammelnden Entzündungsflüssigkeit ist, dass die Verbindung zwischen Hufwand und Hufbein gelockert wird. Durch die am Hufbein angebrachte Tiefe Beugesehne wird dann das Hufbein mit der Spitze zur Sohle gedreht und im ungünstigsten Fall drückt sich der Knochen durch die Sohle durch. Wenn sich die Verbindung zwischen Huf und Hufbein ganz löst, kann das Pferd den Huf im schlimmsten Fall verlieren.

Weit vorgestreckte Vorderbeine bei gleichzeitigem Unterschieben der Hinterbeine, um die vorderen Gliedmaßen zu entlasten, sind ein sicheres Zeichen für einen Reheschub. Das Pferd zeigt mühsame Schrittbewegungen mit starker Trachtenfußung, wodurch die Zehe entlastet wird. Es trippelt im Stand von einem Fuß auf den anderen, um einen Huf kurz zu entlasten. Die Mittelfußarterie pulsiert stark und Hufkapsel und Hufkrone haben erhöhte Temperatur. Es können außerdem erhöhte PAT-Werte auftreten. Man unterscheidet Futterrehe und Belastungsrehe.
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Ankündigung Re: Hufrehe

Beitrag von Anne und Angie am So 30 Dez 2007 - 14:22

Futterrehe

Rohfaserarme Weiden, frisches Weidegras in ungewohnten Mengen oder übermäßige Aufnahme von Getreide können Futterrehe auslösen. Dabei ist die Hauptursache die Aufnahme von großen Mengen leicht verdaulicher Kohlenhydrate. Heute geht man nicht mehr davon aus, dass es sich um eine reine Eiweißvergiftung handelt. Weitere Ursachen können die Aufnahme von großen Mengen kalten Wassers bei erhitztem Körper und schwere Darmstörungen durch die Anwendung von Antibiotika sein. Von einer toxischen Hufrehe spricht man, wenn die Nachgeburt von der Mutterstute verhalten wird und anschließend eine Entzündung des Uterus entsteht. Vergiftungen durch Giftpflanzen im Futter, schimmeliges Futter, Hormonstörungen oder Allergien gegen Futtermittel können ebenfalls Ursachen für Futterrehe sein.

Belastungsrehe

Belastungsrehe kann durch zu starkes und falsches Beschneiden der Hufe, falsche Hufeisen, übermäßiges Reiten auf hartem Untergrund und lange Transporte entstehen. Pferde, die wegen Krankheit ein Bein nicht belasten können, können auf dem anderen Bein, welches ja mehr Last tragen muß, an Belastungsrehe erkranken.

Bei Verdacht auf Hufrehe muß in jedem Fall sofort der Tierarzt gerufen werden. Als weitere Maßnahme sollte man dafür sorgen, dass das Pferd kein frisches Gras mehr zu sich nehmen kann, sondern in eine geräumige Box mit tiefer, weicher Einstreu zur Entlastung der Hufe gestellt wird. Die Hufe sollten gekühlt werden und alle Viertelstunde mit kaltem Wasser begossen werden - man kann es auch in einen Bach führen. Hufeisen sollten entfernt werden.

Hufrehe wird durch entzündungshemmende und gefäßerweiternde Medikamente behandelt. Diese Mittel haben die Aufgabe, die Entzündung einzudämmen bzw. zu beseitigen und die Krämpfe der Blutgefäße zu lösen. Auch das homöopathische Mittel Traumeel wird inzwischen zur Heilung von Hufrehe verwendet.

Desweiteren müssen Rehehufe häufiger als normale Hufe geschnitten und korrigiert werden, da ein gesteigertes, ungesundes Hufwachstum entsteht. Bei schwerer Erkrankung und chronischer Rehe sollte man über einen Rehebeschlag nachdenken. Hierbei wird das Eisen mit einem Steg, der eine Kautschukeinlage fixiert, aufgeschlagen. Dadurch wird die Sohle des Hufes geschont und dem Pferd wird das Abrollen des Hufes über die schmerzempfindliche Zehe erleichtert. Das Hufbein soll hierdurch in eine möglichst normale Position gebracht werden.

Vorbeugend ist bei rehegefährdeten Pferden immer darauf zu achten, dass sie im Frühjahr schonend angeweidet werden. Die Weidezeit kann, wenn die Weide zu groß ist, auch auf einen Teil des Tages beschränkt werden. Außerdem kann das Gras in kleinen Parzellen zugeteilt werden.
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Beitrag von Anne und Angie am So 30 Dez 2007 - 14:24

Hufrollenentzündung
Diese schlecht zu diagnostizierende, schleichend fortschreitende Entzündung des Hufrollenschleimbeutels tritt fast ausschließlich an den Vorderbeinen des Pferdes auf. Hierbei greift die Entzündung nach einiger Zeit auch die glatte Knorpelschicht des Strahlbeins an, die als "Gleitbahn" für die Hufbeinbeugesehne dient, und zerstört sie durch Knochenauftreibungen. Das hat zur Folge, dass die Beugesehne anfängt auszufransen - sie kann nicht mehr gleiten. Durch solche Ausfaserungen entzündet sich der Hufrollenbereich und der Krankheitskreislauf führt sich fort.

Besteht beim Pferd der Verdacht auf Hufrollenentzündung und alle anderen Erkrankungen der Sehnen oder Gelenke können ausgeschlossen werden, kann man eine sogenannte Keilprobe durch den Tierarzt oder Hufschmied machen lassen. Dabei wird der Huf auf einen Holzkeil gestellt, wobei der dickere Keilteil zur Zehe des Pferdes zeigt. Der andere Huf wird in die Höhe genommen. Durch dieses Vorgehen wird die Beugesehne überstreckt - was für ein Pferd, bei dem die Diagnose Hufrolle tatsächlich zutrifft, äußerst schmerzhaft ist. Ein gesundes Pferd wird nicht so schmerzempfindlich reagieren.

Ist die Keilprobe positiv und das Pferd zeigt Schmerzen, sollte auf jeden Fall geröntgt werden. Im fortgeschrittenen Stadium ist die Krankheit unheilbar. In den Anfängen erkannt gibt es durchaus Heilungschancen. Linderung für das Pferd kann durch ein Hochstellen der Trachten erreicht werden, da hierbei die Beugesehne entlastet wird.

Die Krankheit ist nur in ihren Anfängen heilbar - im fortgeschrittenen Stadium ist sie unheilbar. Die einzige Möglichkeit, dem Pferd Linderung zu geben, ist die Trachten hochzustellen, um die Beugesehne zu entlasten. Desweiteren sollte das Pferd ganztägigen Weidegang erhalten und nicht mehr gearbeitet werden.
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Beitrag von Anne und Angie am So 30 Dez 2007 - 14:26

Spat
Spat ist eine Krankheit, die die Hintergliedmaßen des Pferdes betrifft und bei der sich Knochenauftreibungen am Sprunggelenk bilden. Diese können zur Versteifung des Gelenks führen. Pferde die stark belastet werden, sei es im Sport oder als Zugpferd oder auf der Rennbahn, sind typische Kandidaten für Spat. Ein deutliches Zeichen für Spat ist, dass betroffene Pferde den Huf nur mit der Zehe aufsetzen und nicht durchtreten. Zumeist sind sie morgens lahm, wobei sich der Zustand im Laufe des Tages verbessert. Einwandfrei lässt sich Spat nur über Röntgenbilder diagnostizieren, man kann aber auch eine sogenannte Beugeprobe machen. Dabei zieht man ein Hinterbein des Pferdes unter seinen Bauch und hält es etwa eine Minute dort fest. Nach dieser starken Beugung lässt man das Pferd antraben. Zeigt sich hierbei eine deutliche Lahmheit am zuvor hochgehaltenen Bein, sollte man röntgen.

Linderung bringt ein sogenannter orthopädischer Hufbeschlag, wobei der hintere Schenkel des Hufeisens erhöht wird, bis das Pferd wieder mit der vollen Fläche des Hufs auftritt. Durch Zehenrichtung des Beschlags wird dem Pferd das Abrollen erleichtert. Die überdehnten Sehnen werden entlastet.

Eine Heilung ist nur erreichbar, wenn auf dem Röntgenbild noch keine eindeutige Verknöcherung zu sehen ist. Ganztägiger Weidegang ist hierbei hilfreich. Das Pferd darf während des Heilungsprozesses nicht belastet werden.
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Beitrag von Anne und Angie am So 30 Dez 2007 - 14:27

Hufgeschwür
Hufgeschwüre sind eitrige Entzündungen der Huflederhaut. Ein Hufabzess, wie das Hufgeschwür auch genannt wird, entsteht durch Eindringen von Fremdkörpern oder Abstoßen von Gewebeteilen im Hufinneren. Die verstärkte Pulsation der Arterien im Bereich des Fesselgelenkes ist das Anzeichen für eine akute Entzündung im Bereich der Hornkapsel. Hufgeschwüre können durch winzige Hornrisse bei zu trockenen Hufen, durch Nageltritte, Nagelstiche oder Vernagelung sowie bei tiefer Verletzung des Krongebiets oder Ballentritte entstehen.

Damit der Eiterherd nicht an der weichsten Stelle des Hufes, dem Kronrand, austritt, sollte man bei Verdacht auf Hufgeschwür mit einer Hufuntersuchungszange den Huf abdrücken, um das Hufgeschwür zu lokalisieren. Man findet sie zumeist im Eckstrebenbereich oder an der Strahlspitze des Hufes. Mit dem Hufmesser schneidet man die Hufsohle an der lokalisierten Stelle auf und läßt den Eiter abfließen. Ist der Eiter gänzlich abgeflossen, ist der Druck auf den Huf weg und das Pferd lahmt nicht mehr.

Um eine Infektion zu verhindern, wird die Wunde desinfiziert und ausgespült (z.B. Rivanol) und mit einem Hufverband oder einem Krankenhufschuh versehen, damit nicht erneut Keime eindringen können.

Eine neue Hautschicht bildet sich in einem Zeitraum von etwa einer Woche über der Wunde - das Pferd kann auf weichem Untergrund wieder mäßig belastet werden.

Strahlfäule
Die Fäule des Hornstrahls tritt vor allem an den Hinterhufen der Pferde auf. Beginnend von der mittleren Strahlfurche aus, zerfällt das feste Strahlgewebe. Das Horn ist zerklüftet, und die Spalten sind mit einer schmierigen, übelriechenden Masse gefüllt.

Ursachen der Strahlfäule sind vor allem mangelnde Hufpflege, nasser Stallboden, ungenügende Bewegung wie auch zu hoch bestollte, offene Eisen. Aber auch ein Zuviel an Rohprotein in der Fütterung kann zu Strahlfäule führen.

Zur Behandlung sollte das Pferd immer auf sauberer, trockener Einstreu, eventuell Spänen stehen. Der Strahl muß gründlich gesäubert werden, anschließend streicht man Kupfervitriol auf, oder man benutzt ein Desinfektionsspray.
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